Straßburg-Angreifer auf der Flucht – Die Lage am Morgen

3 Tote und 13 Verletzte

Nach dem Terror-Angriff mit drei Toten und 13 Verletzten (acht schwer, fünf leicht verletzt) in Straßburg wird der tatverdächtige Schütze nach wie vor gesucht. Es ist weiter unklar, ob der Mann über die Grenze nach Deutschland oder Südbaden geflüchtet ist. Seit der Nacht werden die Grenzübergänge bei Kehl, Iffezheim, Rheinau und Breisach von einem Großaufgebot der Polizei kontrolliert. Autofahrer müssen mit langen Wartezeiten von bis zu 90 Minuten rechnen.

Angreifer polizeibekannt

Der Angreifer soll nach Medienberichten einen französischen Pass haben und aus Nordafrika kommen. Der 29-Jährige sollte gestern verhaftet werden, war aber nicht in seiner Wohnung, berichten mehrere französische Medien und verweisen auf Polizeiquellen. Ihm wird offenbar versuchter Mord vorgeworfen. Bei der Razzia in seiner Wohnung wurden unter anderem Granaten sichergestellt.

Schütze gilt als Gefährder

Der 29-Jährige wurde außerdem hier im Südwesten im Baden-Württembergischen Singen wegen Diebstahls verurteilt und saß in Deutschland im Gefängnis. Im Jahr 2017 soll er dann nach Frankreich abgeschoben worden sein. Nach der Tat am Dienstagabend (11.12.18) am Straßburger Weihnachtsmarkt war der mutmaßliche Schütze von patrouillierenden Soldaten angeschossen worden, konnte aber trotzdem flüchten. Im Nachbarland gilt seitdem die höchste Sicherheitswarnstufe.

(dz)