Freiburg nimmt Menschen in Seenot auf und tritt Bündnis bei

Stadt Freiburg ist dem Bündnis „Städte sicherer Häfen“ beigetreten

Im Rahmen des von der Initiative Seebrücke veranstalteten Kongresses „Sichere Häfen. Leinen los für kommunale Aufnahme“, wurde am 13. und 14. Juni unter der Schirmherrschaft von Berlins Regierenden Bürgermeister im Roten Rathaus in Berlin offiziell das Bündnis „Städte sicherer Häfen“ gegründet. Die Stadt Freiburg ist diesem Bündnis in Abstimmung mit den gemeinderätlichen Fraktionen beigetreten. Das hat die Stadtverwaltung nun Baden TV Süd mitgeteilt.

Bund soll finanziell unterstützen

Mit dem Bündnis wollen die Städte den Austausch fördern, ihre Forderungen zusammenführen und einheitlich vorgehen. Derzeit sind 13 Städte und Kommunen Teil des Bündnisses, dem weitere Städte und Kommunen beitreten können. Das Bündnis fordert die Bundesregierung auf, die Aufnahme von aus Seenot geretteten Menschen auch in Deutschland zu ermöglichen. Die Geretteten sollen anschließend ein reguläres Asylverfahren durchlaufen. Die beteiligten Städte und Kommunen erklären sich darüber hinaus bereit, Menschen in ihren Kommunen aufzunehmen und fordern vom Bund Unterstützung bei der praktischen Aufnahme und Finanzierung.

Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach:

„Wir bekennen uns mit diesem Bündnis zu unseren europäischen Werten, zu denen es gehört, dass wir nicht tatenlos dabei zusehen, wenn Menschen im Mittelmeer ertrinken. Auch unser Gemeinderat hat im März dieses Jahres dies mit einer Resolution sehr klar zum Ausdruck gebracht. Diese grundsätzliche Überzeugung dürfen wir nicht aufgeben. Über die Aufnahme von Geflüchteten entscheidet der Bund. Mit dem Bündnis ‚Städte sicherer Häfen‘ sprechen die Städte nun mit einer Stimme und fordern die Unterstützung des Bundes. Das ist wichtig, weil wir diese Herausforderungen nur gemeinsam meistern können.“

Der Gründung des Bündnisses „Städte sicherer Häfen“ liegt die „Potsdamer Erklärung“ zugrunde, in der die Städte und Kommunen die Forderungen zusammenfassen und der Bundesregierung übermitteln.

(dz/sf)