Augustinermuseum von Pilz befallen – Statik gefährdet

Pilzbefall im Dachgeschoss des Augustinermuseums

Das Dachtragwerk des Kirchenschiffs im Augustinermuseum ist im südlichen Bereich in Teilen von holzzerstörenden Pilzen befallen. Das wurde bei Instandsetzungsarbeiten während der Schließzeit vor wenigen Wochen festgestellt, teilte uns am Montag (17.12.18) die Stadt mit. Die Gemäldegalerie im Dachgeschoss des Museums bleibt deshalb bis auf weiteres geschlossen.

Pilze können Statik gefährden

In den Jahren 2005 bis 2010 wurde das Kirchenschiff saniert. Die Pilze, die jetzt gefunden wurden, müssen seitdem eingedrungen sein, vermuten die Experten. Sie zerstören Holz und können, wenn sie unbehandelt bleiben, die Statik beeinträchtigen. Die Zeit eilt also.

Zusammenhang mit Pilzschäden 2017?

Das städtische Gebäudemanagement (GMF) untersucht nun das Ausmaß der Schäden und will Gegenmaßnahmen einleiten. Dabei soll auch geprüft werden, ob ein Zusammenhang mit den Pilzschäden besteht, die 2017 im dritten Bauabschnitt gefunden wurden. Pilzexperten sollen bei der Aufklärung des Falles helfen. Über die Ergebnisse möchte  die Kulturverwaltung so bald wie möglich informieren, versicherte uns die Stadt.

Kosten nicht abschätzbar

Aktuell ist noch nicht abzusehen, wann das Dachgeschoss wieder geöffnet werden kann und welche Kosten mit der Untersuchung und Beseitigung der Pilze verbunden sein werden. Das GMF will alles dafür tun, dass die Sperrung so kurz wie möglich ausfällt.

Übrige Ausstellungsbereiche geöffnet

Die übrigen Ausstellungsbereiche des Augustinermuseums sind weiterhin geöffnet. Momentan wird im Augustinermuseum noch bis zum 17. März 2019 die Doppel-Ausstellung „Faszination Norwegen“ gezeigt, mit „Landschaftsmalerei von der Romantik bis zur Moderne“ in der Ausstellungshalle und „Edvard Munch“ im Haus der Graphischen Sammlung.

Über die Doppelausstellung haben wir bereits ausführlich berichtet.

Auch über die aktuelle Sanierung des Augustinermuseums gab es von uns einen Zwischenbericht.

(dz/sf)