Staufener Pfadfinder-Missbrauchsfall kurz vor Anklage

Ermittlungen beendet

Nach dem jahrelangen und sexuellen Missbrauch von Kindern bei den Pfadfindern in Staufen bei Freiburg hat die Polizei ihre Ermittlungen gegen den Hauptbeschuldigten beendet. Die Akten gingen nun an die Staatsanwaltschaft. Schon in den kommenden Wochen könnte Anklage erhoben werden. Der 41-jährige ehemalige Pfadfinder-Betreuer und Mitarbeiter der evangelischen Kirche soll zwischen 2009 und 2018 vier Jungen sexuell missbraucht haben – jeweils bis zu 400 Mal, er sitzt in Untersuchungshaft. Die Jungen waren nach Angaben der Ermittler zwischen acht und 14 Jahre alt.

Weiterer Betreuer im Visier

Die Ermittlungen gegen einen weiteren 27-jährigen Beschuldigten laufen noch auf Hochtouren. Bei dem zweiten Tatverdächtigen handelt es sich auch um einen Pfadfinderbetreuer, der ein Mädchen sexuell missbraucht haben soll.

(dz)